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Alles übers Dach
Auf unseren vier Wänden- Das Dach
Das Dach ist von allen Bauteilen den Witterungseinflüssen am stärksten ausgesetzt. Es ist der Schutz des Hauses gegen Regen, Schnee, Wind und Sonne. Dabei unterliegt es enormen Temperaturschwankungen von bis zu 80° C, die sich in wenigen Stunden aufbauen können. Man braucht dabei nur an die eiskalte Winternacht mit -20° C und den strahlenden Sonnenschein am folgenden Tag zu denken, der die Dachhaut leicht auf +50–60° C aufheizt, besonders, wenn die Dachhaut eine dunkle Farbe hat. Hinzu tritt beim ausgebauten Dachgeschoß die Belastung durch die Benutzungsfeuchte, die als Diffusionsdampf auf den Dachaufbau einwirkt. Der Einfluß steigert sich mit abnehmenden Außentemperaturen. Über diese Belastungen hinaus muß das Dach die Anforderungen des Schallschutzes und des Brandschutzes erfüllen.

Um allen Anforderungen gerecht zu werden – Anforderungen, die nicht nur durch die Normen gestellt werden – gehört eine Menge an Fachwissen dazu, ein Dach schadenfrei zu bauen.

TAUWASSER
Tauwasser ist ein Begriff aus der Bauphysik. Es entsteht, wenn warme, feuchtigkeitshaltige Luft aus dem Gebäudeinnern in die kalte Zone z. B. eines Daches eindringt. Dort kühlt sich die eindringende Luft ab und die in ihr gebundene Feuchtigkeit kondensiert zu Wasser. Die Menge dieses "Tauwassers" wird u. a. durch den Feuchtigkeitsgehalt der eindringenden Luft und deren Temperatur und Menge bestimmt.

Dieses Tauwasser kann, wenn es in großer Menge auftritt, die Holzfeuchte der Dachkonstruktion soweit erhöhen, daß die dadurch entstehenden Feuchtigkeitsschäden die Standsicherheit der Konstruktion beeinflussen. Außerdem wird das Dämmaterial unter Umständen so stark durchfeuchtet, daß es seine Dämmfähigkeit vollständig verliert.

Das Eindringen eines feucht-warmen Luftstroms in die kalten Dachbereiche kann durch zwei Arten von Luftströmungen geschehen, durch

  • Konvektion und durch
  • Diffusion
DIE DÄMMUNG ZWISCHEN DEN SPARREN, DAS UNIVERSALDACH
Ein schadenfreies Dach, das Universaldach, nach den Erkenntnissen neuzeitlicher Bauphysik konstruiert, hat eine Vollsparrendämmung, d. h. daß die gesamte Sparrenhöhe durch den Dämmstoff ausgefüllt wird. Auf den Sparren liegt eine weitgehend diffusionsoffene Unterspannbahn. Auf die Sparren werden in deren gesamter Länge sogenannte Konterlatten genagelt. Diese sind 3–4 cm dick. Dadurch bildet sich im weiteren Dachaufbau eine bewegte Luftschicht. Sie steht trauf- und firstseitig mit der Außenluft in Verbindung. Auf die Konterlatten können rechtwinklig dazu die Dachlatten zur Aufnahme der Dachziegel genagelt werden, oder es werden Konstruktionen gewählt wie z. B. auf die Konterlatten genagelte Schalung mit Schiefereindeckung oder Dachplatten.

Die Diffusionsdampfbremse an der Unterseite des gesamten Schichtenaufbaus wird bezüglich ihres Dampfbremsvermögens auf die Diffusionsdichte der Unterspannbahn abgestellt, denn je mehr Diffusionsdampf an der Oberfläche in den durch die Konterlatten gebildeten Belüftungsspalt entweichen kann, je weniger muß die unterseitige Diffusionsbremse zurückhalten. Das kann soweit gehen, daß bei entsprechender Unterspannbahn auf eine dampfbremsende Folie an der Unterseite verzichtet werden kann und eine einlagige, luftdicht eingebaute Gipskartonplatte als Dampfbremse genügt.

Da der oberseitig aus der diffusionsoffenen Unterspannbahn austretende Diffusionsdampf durch den aus den Konterlatten gebildeten Belüftungsspalt abgeführt wird, kann es nicht zu Tauwasserschäden kommen. Dieser Dachaufbau kann in den meisten auftretenden Anwendungsfällen universell angepaßt werden. Man nennt ihn deswegen auch das "Universaldach".

Bei Dachdämmkonstruktionen, gleichgültig, ob das Universaldach oder eine beliebige andersartige Konstruktion gewählt wird, unterscheidet man grundsätzlich die beiden Dichtungsschichten gegen unkontrollierten Luftdurchgang (Konvektion) und für den Diffusionsdurchgang. Die Funktionen der beiden Schichten durch einen einzigen Werkstoff, durch Folie, erfüllen zu wollen, gelingt nur selten. Bahnenstöße und Bauteilanschlüsse sind nicht einfach zu lösen. Einfacher hingegen ist die Vereinigung beider Funktionen durch Plattenwerkstoffe, wie an anderer Stelle beschrieben. Das setzt jedoch voraus, daß die zum Einbau vorgesehenen Plattenwerkstoffe die erforderliche Diffusionsdichte ermöglichen. Plattenwerkstoffe sind Holzwerkstoffplatten, Gipskarton- und Gipsfaserplatten. Auch Holzwolle-Leichtbauplatten gehören dazu. Sie dienen als Putzträger und haben darüber hinaus noch ein gutes Wärmedämmvermögen. Eine innere Putzschicht ist eine ausgezeichnete Luftdichtung. Ob deren Diffusionsdichtigkeit angemessen ist, muß im Einzelfall entschieden werden.

Der hier beschriebene bauphysikalische Hintergrund des Daches, insbesondere des Universaldaches, trifft für Wohngebäude zu, die der normalen Nutzung unterliegen. Anlagen, deren Betrieb eine höhere Luftfeuchtigkeit erzeugen, wie ein Schwimmbad im Haus oder eine Großküchenanlage, erfordern besondere Maßnahmen.

DIE SANIERUNG VON ALTBAUDÄCHERN
Die Sanierung von Altbaudächern oder deren erstmaliger Ausbau erfordert ein hohes Maß an baufachlichen und bauphysikalischen Kenntnissen. Anders als bei Neubauten müssen die Dämmaßnahmen auf den jeweiligen Einzelfall abgestimmt werden. Das vor-beschriebene Universaldach ist nur möglich, wenn
  • die Dacheindeckung erneuert wird und
  • in einer Reihenbebauung die dadurch entstehende größere Höhe der Dacheindeckung (3–4 cm) durch die höheren Giebelwände der angrenzen den Gebäude aufgefangen werden kann oder durch konstruktive Maßnahmen die neue Dachfläche mit den angrenzenden Dachflächen in einer Ebene verbleibt.

Falls das Universaldach nicht eingebaut werden kann, müssen Sie darauf achten, daß der eingebaute Dämmstoff keinen Kontakt mit den Dachziegeln hat. Es empfiehlt sich der Einbau einer diffusionsoffenen Unterspannbahn oder eines Unterdaches aus bituminierten Holzfaserplatten zwischen den Sparren, um diesen Kontakt zu verhindern. Mit dieser Maßnahme erreichen Sie die konstruktive Nähe des Universaldaches. Sowohl die Unterspannbahn als auch die bituminierte Holzfaserplatte müssen in der Mitte des Sparrenfeldes über eine unter die vorhandenen Dachlatten genagelte Abstandslatte von ca. 4–6 cm Höhe bogenförmig gespannt werden, damit eingetriebenes Regenwasser oder Neuschnee hinter den Dachlatten abfließen kann.

 

Häufig gestellte Fragen:

1. Ist es Vorschrift Sicherheitsdachhacken in die Dacheindeckung zu integrieren?

Der Einbau von Sicherheitsdachhacken wird in den Landesbauordnungen geregelt. In einigen Ländern ist der Einbau eine Pflicht und in anderen Ländern wird der Einbau nicht vorgeschrieben. Generell kann man sagen, dass der Einbau von Sicherheitsdachhacken sich bei Wartungs- / Instandsetzungs- und Reparaturarbeiten bezahlt macht. Bei der Berufsgenossenschaft und den Herstellern dieser Sicherheitsdachhacken können Sie sich über fachgerechten Einbau informieren.

2. Ist es Vorschrift eine Laufrostanlage auf das Dach zu setzen und wenn ja, ab welcher Dachneigung?

Ab einer Dachneigung von mehr als 20° müssen Laufstege, Trittflächen, Einzeltritte vorhanden sein.
Auf Dächern mit einer Dachneigung von 5° bis 20° Grad und glatten Oberflächen z.B. Metall oder Kunststoffdachbahnen müssen Einrichtungen vorhanden oder Maßnahmen getroffen sein, die ein Ausrutschen beim Begehen verhindern.

3. Was ist der Unterschied zwischen einer Unterspannung und einer Unterdeckung?

Eine Unterspannung flattert frei im Wind. Eine Unterdeckung ist die gleiche Bahn, welche auf einer Vollsparrenwärmedämmung, Aufsparrenwärmedämmung oder einem Holzwerkstoff wie z.B. einer Schalung liegt.

4. Worin besteht der Unterschied zwischen einem regensicheren und einem wasserdichten Unterdach?

Ein regensicheres Unterdach ist dann notwendig, wenn der Deckwerkstoff (Zeigeldeckung) gerade noch in der Lage ist, die Hauptmenge des Niederschlages abzuleiten. Beim regensicheren Unterdach liegt die Konterlatte offen auf der Abdichtungsbahn, welche die Qualität einer Abdichtungsbahn aufweisen muss. Beim wasserdichten Unterdach werden seitlich an die Konterlatte Dreiecksleisten angestellt oder die Konterlatte trapezförmig ausgebildet und in die Abdichtung mit einbezogen. Wasserdichte Unterdächer sind dann notwendig, wenn der Deckwerkstoff nur noch eine optische Funktion erfüllt. Aus diesem Grund müssen wasserdichte Unterdächer in die Dachrinne entwässert werden.

5. Was sind weitere erhöhte Anforderungen?

In den Tabellen der Fachregeln für Dachdeckung mit Dachziegeln und unseren technischen Informationen wird der Begriff der "weiteren erhöhten Anforderungen" benutzt. Erhöhte Anforderungen ergeben sich aus Dachneigung, Konstruktion, Nutzung, klimatischen Verhältnissen und örtlichen Bestimmungen. Da in diesen Tabellen die Dachneigung bereits integriert ist, spricht man von weiteren erhöhten Anforderungen und eine Dachneigungsunterschreitung wird hierbei nicht nochmals berücksichtigt. Konstruktionen (wie stark gegliederte Dachflächen, besondere Dachformen, grosse Spannlängen etc.), Nutzung (wie wohnliche Nutzung des Gebäudes), Klimaverhältnisse (wie exponierte Lagen, schneereiche Voralpenstandorte, windreiche Gebiete an der Küste) oder die örtlichen Bestimmungen (wie Landesbauordnungen und Auflagen des Denkmalschutzes) müssen berücksichtigt werden.

 

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